Strukturen schaffen, wo keine waren
Bei beiden Arbeitgebern — miux und CLUS — gab es vor meinem Einstieg keine dedizierte Webabteilung. Meine Aufgabe war es, diese von Grund auf aufzubauen: Prozesse definieren, Technologie-Stack wählen, Qualitätsstandards etablieren und Nachwuchs ausbilden.
miux GmbH (2009–2014)
Kontext
miux war eine Digitalagentur mit Fokus auf Print und Design. Web war Nebensache — statische HTML-Seiten, kein CMS, kein Versionskontrollsystem. Ich wurde als erster Webentwickler eingestellt.
Was ich aufgebaut habe
- Professionelle WordPress-Entwicklung: Custom Themes statt Page-Builder. Sage-Framework, Bedrock für Projektstruktur, Trellis für provisionierte Environments.
- Entwicklungs-Workflows: Git-Versionierung, CLI-basierte Deployments, lokale Entwicklungsumgebungen für alle Teammitglieder.
- Lehrlingsausbildung: Ab 2011 als Berufsbildner tätig. Die Lehrlinge lernten nicht nur Code, sondern auch Problemlösungs-Methodik und professionelle Kommunikation.
Ergebnis
Die Webabteilung wuchs auf 3 Personen. Web wurde zum gleichwertigen Geschäftsbereich neben Print.
CLUS AG (2014–2016)
Kontext
Dieselbe Ausgangslage: kein strukturiertes Web-Team, keine definierten Prozesse. Ich übernahm die Leitung der Webabteilung und war gleichzeitig für die technische Umsetzung verantwortlich.
Was ich aufgebaut habe
- Technische Standards: Code-Reviews, einheitliche Projektstruktur, dokumentierte Prozesse für Setup bis Deployment.
- Team-Aufbau: Einstellung und Einarbeitung neuer Entwickler, klare Rollenverteilung.
- Qualitätskultur: Regelmässige Retrospektiven, Wissensaustausch im Team, Offenheit für neue Technologien.
Warum ich gegangen bin
Als die strategische Richtung nicht mehr zu meinen Qualitätsansprüchen passte, habe ich die Firma verlassen. Das war keine leichte Entscheidung — aber ein Zeichen dafür, dass ich für meine Überzeugungen einstehe.
Die verbindende Lektion
In beiden Firmen habe ich gelernt, dass Technik allein keine Teams aufbaut. Es braucht Geduld, Kommunikation und die Bereitschaft, Wissen ohne Ego weiterzugeben. Die Lehrlinge, die ich ausgebildet habe, arbeiten heute erfolgreich in der Branche — das ist mein nachhaltigstes «Ergebnis».